Wie ist "Lomaxfahren"


 Anders, völlig anders.

Manch denken wie Cabrio, nein viel offener,  auch anders als Motorrad, keine Lederklamotten, kein Helm.

Die Brooklandscheiben halten erst ab 80 km/h den Wind etwas von Kopf ab, ansonsten ist der Fahrtwind allgegenwärtig und von keinem Windschott (oder Warmluftschal ) gebremst, die Strasse kann man mangels Türen tatsächlich fast greifen, die Kotflügel schwingen im Rhythmus der Bodenwellen auf und ab, der Auspuff bollert nebenan vor sich hin……

Ab 25 Grad reichen T-Shirt und Fliegerbrille, man hat freien Blick rundum, durch nichts eingeschränkt, Gerüche und Umweltgeräusche wechseln ständig und sind stets präsent.

Man sucht sich fast automatisch kleine und kleinste Nebenstrassen, kommt in Gegenden in den man noch nie war.

Von der Umwelt wird man durchweg positiv wahrgenommen, plötzlich fahren die Anderen rücksichtsvoller, gewähren die Vorfahrt die man eigentlich garnicht hat, Hupen, Daumen hoch…..

Und fotografiert wird man ständig, der Weg zum Lomax ist manchmal beschwerlich „...darf ich bitte mal durch zum Einsteigen ……“, und ständig  Fragen beantworten.

Kommunikativ sollte man schon sein, nichts für Miesepeter und Eigenbrötler……

Selbst dem grimmigsten Ordnungshüter zaubert es ein Lächeln ins Gesicht und die eigentlich vorgesehene Fahrzeugkontrolle entwickelt sich in kürzester Zeit zum netten Gespräch  „…und viel Spaß noch…“

Gut, es gibt auch negative Seiten, eine plötzlich aufziehende Gewitterfront kann da schon mal einen Aufenthalt in einem Cafe notwendig machen, eine  heißgewordene Zündspule verlangt nach kurzer Schrauberei, aber irgendwann geht es immer wieder weiter und weiter und weiter...........

So ist Lomaxfahren.